Podiumsdiskussion: Der Völkermord an den Armeniern – 100 Jahre danach. Die Herausforderung an die türkische und deutsche Gesellschaft.

Wann: Freitag, 17. April 2015, 19 Uhr
Wo: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33, Köln

Tüday. Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V. lädt ein:

Immer mehr kommt sowohl in der Geschichtsschreibung, als auch in den wissenschaftlichen Diskursen u.a. auch im Raum der internationalen Staatengemeinschaft die Frage auf, wie die Anerkennung des armenischen Völkermordes 1915 in den weiteren Staatengemeinschaften ausgehen wird und ob sich die Türkei diesbezüglich bekennen oder gar eine offizielle Entschuldigung staatlicherseits aussprechen wird.
So wirken sich diese politischen Spannungen auch insbesondere in den bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien aus. Immer mehr Parlamente und armenische Politiker beantragen und verabschieden Anträge zum armenischen Genozid, so dass in der internationalen Staatengemeinschaft die Türkei diesbezüglich immer mehr in die Not der Aufarbeitung seiner Geschichte kommt. Weiterlesen

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Gegen Sexualaufklärung und Gender Mainstreaming? Diskussion über konservative und rechtspopulistische Kampagnen gegen vielfältige Lebensweisen und Feminismus

Wann: Dienstag, 14. April 2015, 19:30 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Regenbogenfahne DomSeit einiger Zeit mobilisieren verschiedene Initiativen durch Kampagnen oder Demonstrationen gegen Sexualaufklärung, Bildungspläne, Feminismus, vielfältige Lebensweisen und Gender-Mainstreaming. „Frühsexualisierung“, „ideologische Umerziehung“ oder „Genderismus“ sind Kampfbegriffe dieser neuen Bewegung. Gemeinsamer Nenner dieser unterschiedlichen Gruppen ist die Ablehnung von Gender-Mainstreaming und einer Sexual- und Antidiskriminierungspädagogik, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt thematisieren und sichtbar machen will. Sowohl inhaltlich wie auch personell gibt es Verbindungen und Überschneidungen zur extremen Rechten, aber auch zu christlich-fundamentalistischen Gruppen sowie zur Alternative für Deutschland. Weiterlesen

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Tagung: Antisemitismus, Rassismus und das Lernen aus Geschichte(n)

Wann: 26. und 27. Mai 2015
Wo: Melanchthon-Akademie, Kartäsuerwall 24b, Köln

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie und  weiteren Kooperationspartnern laden ein:

Bild1In den letzten Jahren wird intensiv darüber diskutiert, inwieweit das Lernen aus Geschichte und Geschichten für die politische Bildungsarbeit gegen Rassismus und Antisemitismus fruchtbar gemacht werden kann. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Pluralisierung von historischen Erfahrungen und der ausdifferenzierten familiären, sozialen, kulturellen sowie länder- und genderspezifischen Zugänge der Zielgruppe steht die pädagogische Praxis vor  großen Herausforderungen:
Inwiefern wird das Lernen über den Nationalsozialismus durch transnationale Prozesse beeinflusst? Wie können Rassismus und Antisemitismus im Spannungsfeld von historischen und gesellschaftlichen Prozessen einerseits sowie biographischen Erfahrungen andererseits angemessen thematisiert werden? Welche migrationspädagogischen Ansätze gibt es?
Vor diesem Hintergrund möchten wir auf der Tagung theoretische Impulse aus der Wissenschaft vermitteln und methodisch-didaktische Erkenntnisse und Erfahrungen reflektieren. Die Tagung versteht sich als Forum für Diskussionen und als Raum zum Austausch zwischen pädagogisch Tätigen, Studierenden, Wissenschaftler Innen und PraktikerInnen der politischen Bildungsarbeit.

Anmeldung
Verbindliche Anmeldungen bis zum 6. Mai 2015:
anmeldung@melanchthon-akademie.de oder
Tel.: 0221 – 93 18 03 0

Es fällt ein Teilnahmebetrag an von: 25 EUR für Berufstätige und 10 EUR ermäßigt für Geringverdienende. (Imbiss und Getränke inbegriffen)

Das Programm gibt es hier

 

 

 

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Diskussionsveranstaltung: 10 Jahre nach dem Bombenanschlag auf der Keupstraße: Wen schützt der Verfassungsschutz – den Rechtsstaat oder seine Feinde?

Vortrag und Diskussion mit Martina Renner (MdB) und Massimo Perinelli (Initiative „Keupstaße ist überall“)

Wann:
Montag, 20. April 2015, 19:30
Wo: Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, Köln

Das Allerweltshaus Köln lädt ein:
Warum konnten Polizei und Verfassungsschutz jahrelang alle Hinweise auf ein rechtes Terrornetzwerk als Urheber einer Mordserie „übersehen“? Wie ist es möglich, dass wichtige Beweisstücke vernichtet wurden und Akten verschwanden?
Zehn Jahre nach dem Nagelbombenanschlag in der Keupstraße sind die Hintergründe dieses Versagens des Rechtsstaats nach wie vor nicht aufgeklärt. Gibt es eine klammheimliche Kompliz*innenschaft zwischen rechten Mörder*innen und rechts- affinen „Verfassungsschützer*innen“? Müssen wir eine antidemokratische Unterwanderung befürchten?

Martina Renner, Bundestagsabgeordnete Die Linke und Expertin für den NSU-Komplex und Rechtsextremismus, diskutiert über ihre Erkenntnisse.
Massimo Perinelli von der Initiative „Keupstraße ist überall“ berichtet von der politischen Organisierung auf der Keupstraße zur Aufklärung des NSU-Komplexes und zur solidarischen Begleitung der Betroffenen

Eintritt frei – Spenden willkommen

 

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

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Newsletter April 2015

Seit heute steht die April-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter April 2015 zum Download (pdf) bereit.

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Regionalkonferenz zur Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Köln

Wann: Freitag, 22. Mai 2015, 14:00 – 19:00 Uhr
Wo: VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33, Köln

Bild Regional-KonferenzDie Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2013 mit dem Prozess zur Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus begonnen. An diesem Prozess sollten  gesellschaftlich relevante Institutionen und Akteure aus möglichst vielen politischen Handlungsfeldern beteiligt werden. Im Rahmen von fünf Regionalkonferenzen wurden die Bewertungen und Erwartungen der Aktiven vor Ort bezogen auf Rechtsextremismus- und Rassismusprävention ermittelt. Nachdem diese nun in das Eckpunktepapier der Landesregierung eingeflossen sind, führt die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus wiederum fünf Regionalkonferenzen durch.

Ziel der diesjährigen Konferenzen ist es, auf der Grundlage der im Eckpunktepapier der Landesregierung beschlossenen Handlungsziele Vorschläge für Maßnahmen und Aktivitäten zu entwickeln. Die Konferenzen werden wieder von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus organisiert und durchgeführt.

Den Einladungsflyer gibt es hier

Weitere Informationen und Anmeldung über regionalkonferenz2015.koeln

 

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Vortrag und Diskussion: Arme Fremde. Anti-Roma-Rassismus als Fremdheitskonstruktion

Wann: Mittwoch, 15. April 2015, 18:30 Uhr
Wo: Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Campus Südstadt, Ubierring 48, Raum 220, Köln

Im Forum Inklusive Bildung werden im Wintersemester 2014/2015 Vorträge zum übergreifenden Titel „Die Erfindung der Anderen“ zusammengeführt.

Referent: Prof. Dr. Albert Scherr
Mit einem Kommentar von Orhan Jasarovski, Acasa Dom

Veranstalter: Forum Inklusive Bildung

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Vortrag: NS-Verbrechen vor Gericht. Eine Prozessbeobachterin blickt zurück

Wann: Donnerstag, 30. April 2015, 19 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Düsseldorf, 214621_all6. November 1975. Auftakt des Prozesses gegen männliche und weibliche Aufseher des Vernichtungslagers Majdanek. Als junge Volontärin einer lokalen Tageszeitung hatte man Ingrid Müller-Münch geschickt. Damals ahnte sie noch nicht, dass dies der erste einer Vielzahl von NS-Prozessen sein würde, über die sie für die Nachrichtenagentur Reuters, den Stern, die Frankfurter Rundschau und den WDR berichten sollte. In dieser Zeit, in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren, musste den angeklagten KZ Aufsehern jede Einzeltat nachgewiesen werden. Im Detail. Durch Augenzeugen oder Dokumente. Das müsse so sein, hieß es. Heute geht es plötzlich anders. Was ist geschehen? Was hat sich verändert? Und wie war das damals, als KZ-Überlebenden im Zeugenstand hochnotpeinliche Fragen gestellt wurden? Ein persönlicher Rückblick von Ingrid Müller-Münch auf die Konsequenzen einer juristischen Fehleinschätzung.

Ingrid Müller-Münch, Journalistin und Autorin, publizierte, basierend auf des Majdanek-Prozesse 1981 das Buch „Die Frauen von Majdanek“.

Eintritt: € 4,50
ermäßigt: € 2,00

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Ausstellungseröffnung: „erfasst, verfolgt, vernichtet…“ Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Wann: Freitag, 17. April, 10 Uhr
Wo: Foyer des Landeshauses in Köln-Deutz, Kennedy-Ufer 2, Köln

14622_allBis zu 400.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 zwangssterilisiert, mehr als 200.000 wurden ermordet. Bei der Selektion der Patienten wurde der vermeintliche „Wert“ des Menschen zum leitenden Gesichtspunkt. Dabei fanden die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung auffälliger, störender und kranker Menschen innerhalb des damaligen Anstalts- und Krankenhauswesens statt.

Die Wanderausstellung beschäftigt sich mit der Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie und den gedanklichen und institutionellen Voraussetzungen der Morde. Exemplarisch werden Opfer, Täter, Tatbeteiligte und Opponenten vorgestellt und nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute gefragt.

Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck.

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Kunst und Dokument. Vernissage mit SISKA und Doris Frohnapfel

Wann: Freitag, 10. April 2015, 19 Uhr
Wo: 19 Uhr Matjö – Raum für Kunst, Mathiasstr. 15, Köln; um 19:30 Uhr Wechsel zu M29 • Richter • Brückner, Moltkestraße 27a, Köln

14620_allElie Alexandre Habib (SISKA, Berlin/Beirut) und Doris Frohnapfel (Köln) zeigen die Ergebnisse ihrer dreimonatigen künstlerischen Residenzen in Köln bzw. Beirut im Matjö und in der Galerie M29.
SISKAs Installation „Milk Bar Oasis“ thematisiert die Kollaboration von arabischen Ländern mit dem NS-Regime. Mit der Videoinstallation „Die Gespensterei 2“ greift er am Beispiel des Kölner Messegeländes die Frage auf, wie sich Orte, gebaut im Geist moderner Architektur, nach 1933 wandelten.
Doris Frohnapfel zeigt ihr Buch- und Ausstellungsprojekt Where, When, What, Why. Dieses besteht aus Tagebuchnotizen, Texten, Fotografien und Bronzeabgüssen von Trümmerstücken, die die Konfrontationen der Fotografin mit Verfall und Zerstörung in Beirut vergegenwärtigen.

Projektpartner: Arab Image Foundation Beirut, Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Köln, Kulturämter der Städte Köln und Beirut, RheinEnergie Stiftung Kultur, UMAM Documentation & Research; Konzeption und Leitung Stanislaw Strasburger.

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