ABGESAGT Lesung: Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl

Die Veranstaltung ist abgesagt
Wann:
Donnerstag, 28. Mai 2020, 19 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

mit Prof. Dr. Dr. Monika Schwarz-Friesel (Antisemitismusforscherin und Kognitionswissenschaftlerin am Institut für Sprache und Kommunikation an der TU Berlin)

Weltweit nimmt die öffentliche Verbreitung von Antisemitismen über das Internet drastisch zu. Die aktuelle Studie von Monika Schwarz-Friesel verweist darauf, dass sich dabei uralte judenfeindliche Stereotype mit aktuellen Konzeptualisierungen verbinden. Die Basis von Judenhass zeigt sich unabhängig von politischen, sozialen, ideologischen und ökonomischen Faktoren als ein kultureller Gefühlswert, der auf der Wahnvorstellung fußt, Juden seien das Übel in der Welt. Vor dem Hintergrund zahlreicher Beispiele aus der Internet-Kommunikation wird deutlich, dass sich zwar oberflächliche Formen und kommunikative Prozesse im digitalen Zeitalter verändern, der alte kollektive Hass gegenüber Jüdinnen und Juden jedoch ungebrochen die semantische Grundlage ist. Insgesamt zeigt sich dabei, dass Antisemitismus nicht bloß ein Vorurteilssystem ist, sondern ein auf Phantasmen basierendes Weltdeutungssystem, das über Sprachgebrauchsmuster ständig reproduziert wird und im kollektiven Bewusstsein lebendig bleibt. Wie Frau Schwarz-Friesel nachweist, hat auch die Erfahrung des Holocaust diese Tradition nicht gebrochen.

Eintritt: 4,50 €, ermäßigt:  2,00 €

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Newsletter März 2020

Seit heute steht die März-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter März 2020 zum Download (pdf) bereit.

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Rechte Straftaten 2019

Die Bundesrepublik Deutschland erlebt seit einigen Monaten eine beispiellose Welle rechter Gewalt. Nach dem Mord an Walter Lübke im Juni 2019, dem Anschlag auf die Hallenser Synagoge im Oktober 2019 gab es zu zuletzt einen Angriff auf zwei Shisha-Bars und einen Kiosk am 20. Februar 2020 in Hanau mit 10 Mordopfern. Dies bedeutet vor allem eine qualitative Steigerung der Gewalt, denn damit gab es seit Juni 2019 13 weitere Todesopfer. Diese Ereignisse machen deutlich, dass wir es mit einer rassistischen und antisemitischen Grundstimmung zu tun haben, die einzelne zu solch drastischen Taten motiviert. Doch Antisemitismus und Rassismus vollziehen sich auch im Alltag. Um dies zumindest quantitativ erfassen zu können, werden die Innenministerien von Bund und Ländern regelmäßig zu Zahlen politisch rechts motivierter Kriminalität (PMK Rechts) gefragt. Weiterlesen

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Tödliche Schüsse in Hanau. Rassistische und rechtsextreme Hintergründe

Verschiedene Medien berichten inzwischen über die die rechtsextremen Motive des Täters in Hanau. Es wurden ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden. Darin heiße es, „dass bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen sei“.
Wir sind fassungslos! Unsere Anteilnahme gehört den Angehörigen und Freund*innen der Opfer.

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Podcast „Rassismus in der Schule“

Unser/e Mitarbeiter*in Felicia Köttler und Ilja Gold sprechen über „Rassismus in der Schule“ mit dem Podcast „Hören Sagen“ der Lernwerkstatt im Netzwerk Medien der Universität zu Köln.
Den Podcast finden Sie hier.
Auch über Spotify.

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Stellenausschreibungen

Beim NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln ist ab sofort eine unbefristete 0,5 Stelle im Bereich
„Anlauf- und Beratungsstelle für Opfer antisemitischer Übergriffe sowie psychosozialen Begleitung“
und eine unbefristete 0,5 Stelle im Bereich
„Wissenschaftliche Recherche und Dokumentation von antisemitischen Übergriffen“
bei der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus
zu besetzen.

Die Ausschreibungen finden Sie hier:
Anlauf- und Beratungsstelle
Wissenschaftliche Recherche

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Neues Projekt gegen Antiziganismus

Am Donnerstag, den 30.01.2020, wurde in Köln mit RomBuK – Bildung und Kultur im Rom e.V. ein neues Projekt, das sich aktiv gegen den Antiziganismus einsetzt, offiziell vorgestellt.

Wir dokumentieren hier die Pressemitteilung des Rom e.Vs.

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Fachtagung: Rechtsextremismus, Neue Rechte und Rechtspopulismus in den Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit

Wann: Donnerstag, 12. März 2020, 9 Uhr
Wo: TH Köln, Ubierring 48, Köln

Die TH Köln lädt ein:
Seit einigen Jahren ist in Deutschland wie in ganz Europa ein Erstarken extrem rechter Positionen zu beobachten. Weil Soziale Arbeit immer in gesellschaftliche Entwicklungen eingebunden ist und aus diesen hervorgeht, stellt sich die Frage, ob sich auch im sozialen Bereich bereits Angebote oder Einflussnahmen des Rechtsextremismus, der Neuen Rechten oder des Rechtspopulismus finden.
Vor diesem Hintergrund sind in 2019 durch das FGW zwei Studien in Auftrag gegeben worden („Die Neue Rechte in der Sozialen Arbeit in NRW“ sowie „Gesellschaftliche Bedrohung von rechts – Analyse der Beratungsanfragen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus“), die erstmals systematisch Einflussnahmen der Neuen Rechten auf die Soziale Arbeit bzw. die Arbeit der Mobilen Beratungen gegen Rechtsextremismus untersuchen. Der Fachtag stellt die Ergebnisse dieser Studien vor; sowie einer aktuellen Studie aus dem Bereich der Frühpädagogik, in der Ausgrenzungsmuster in Kindertagesstätten untersucht wurden.
Alle drei Studien bilden den Ausgangspunkt, um gemeinsam mit den Expert*innen aus der Praxis und den Tagungsbesucher*innen die Resultate und die Erkenntnisse und Konsequenzen für die Soziale Arbeit zu diskutieren.

Zielgruppe des Fachtags sind Fachkräfte aus den Praxisfeldern der Sozialen Arbeit und frühkindlichen Pädagogik sowie der Beratung gegen Rechtsextremismus und Rassismus und Wissenschaftler*innen der Sozialen Arbeit und Sozialwissenschaften.

Der Workshop am Nachmittag „Mobile Beratungen gegen Rechtsextremismus – Herausforderungen und Ansatzpunkte“ wird von Julia Klatt und Felicia Köttler gestaltet, Mitarbeiterinnen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im RB Köln.“

Weitere Informationen und Anmeldung: th-koeln.de

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Newsletter Februar 2020

Seit heute steht die Februar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Februar 2020 zum Download (pdf) bereit.

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Bundesweite Mahnwachen von „Fridays gegen Altersarmut“

Am 24.Januar 2020 fanden bundesweit Mahnwachen der Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ statt. Ein Zusammenschluss vieler, die sich Sorgen machen, im Alter von Armut betroffen zu sein. Logo und Name der Bewegung orientieren sich an dem von Aktivistin Greta Thunberg ins Leben gerufenen globalen Protest-Phänomen „Fridays for Future“. Und zumindest online kann „Fridays gegen Altersarmut“ (FGA) einen regen Zuwachs verzeichnen. Weiterlesen

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