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In Gedenken an die Opfer des extrem rechten Terroranschlags im Münchener Olympia Einkaufzentrum

Der Artikel wurde erstmals am 22.07.2022 auf der neuen Seite der mbr Köln veröffentlicht.

Am 22. Juli 2016 tötete ein 18-Jähriger im Münchner Olympia Einkaufszentrum gezielt neun Menschen und verletzte fünf weiter. Der bayerische Verfassungsschutz stufte die Tat zunächst als „nicht politisch motivierten Amoklauf“ ein – obwohl die rassistischen und extrem rechten Einstellungen des Attentäters früh bekannt waren. Zudem handelte es sich bei dem Datum um den 5. Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Utøya und Oslo, bei dem 77 Menschen getötet wurden.

Erst durch kontinuierlichen Druck der Angehörigen änderten die Behörden ihre Einschätzung bezüglich des Motivs. Die Tat im Münchner Olympia Einkaufszentrum wurde Jahre später durch das bayerische Innenministerium nachträglich als „rassistisch motivierte Gewaltkriminalität“ eingestuft. Somit wurden vorher weder Präventionskampagnen durchgeführt noch Sicherheitsbehörden für menschenfeindliche, antisemitische, antifeministische und rassistische Online-Radikalisierung junger Männer sensibilisiert.

Wir gedenken heute der Opfer von Utøya und Oslo. Wir gedenken Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabina S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ, die in München ermordet wurden. Unsere Solidarität gilt den Angehörigen, Überlebenden und allen, die unter rechtem Terror und Behördenversagen leiden mussten. (dp)

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