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Gedenken an Abdurrahim Özüdoğru

Der Artikel wurde erstmals am 21.07.2022 auf der neuen Seite der mbr Köln veröffentlicht.

Abdurrahim Özüdoğru wurde mit 40 Jahren aus seinem Leben gerissen. Er wurde 1952 in Yenişehir geboren und wanderte 1972 nach Deutschland aus. Hier arbeitete Abdurrahim Özüdoğru als Metallfacharbeiter. Später eröffnete er mit seiner Frau eine Änderungsschneiderei in Nürnberg. In dieser wurde Abdurrahim Özüdoğru während seiner Arbeit am 13. Juni 2001 mit mehreren Kopfschüssen ermordet. Die Täter gehörten zum rechtsterroristischen sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund. Die Täter fotografierten ihr Opfer und nahmen das Foto in den Bekennerfilm des NSU auf.

Wie bei den anderen bekannten Opfern des NSU wurde bei den Mordermittlungen kein rassistisches und extrem rechtes Tatmotiv untersucht, sondern die Ermittlungen fanden fälschlicherweise im Bereich der Drogenkriminalität statt.

Erst als sich der NSU im Jahr 2011 selbst enttarnte, wurde das rassistische Motiv der Morde öffentlich anerkannt. Eine wirkliche Aufklärung hat es bis heute nicht gegeben. Viele Fragen, etwa nach möglichen Helfer*innen des NSU oder nach der Rolle des Verfassungsschutzes im NSU-Komplex, sind bis heute ungeklärt. (rh)

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