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Verhältnis zwischen den Protesten gegen Corona-Schutzmaßnahmen und den aktuellen Friedensdemonstrationen

Der Artikel wurde erstmals am 14.04.2022 auf der neuen Seite der mbr Köln veröffentlicht.

Die aktuellen Friedensdemonstrationen kommen in der verschwörungsideologischen Szene nicht immer gut an. Einerseits stellt man sich hier tendenziell eher auf die Seite Putins, von dem sich manche*r Q-Anon-Anhänger*in die „Befreiung“ von der imaginierten Corona-Diktatur erhofft. Mehrfach wurden Russland-Fahnen auf unterschiedlichen Demonstrationen gesehen, welche sich gegen Corona-Impfungen und Corona-Schutzmaßnahmen aussprechen. In den derzeit kursierenden Verschwörungserzählungen handelt es sich bei Russlands Einmarsch in die Ukraine nicht etwa um einen machtpolitisch motivierten Angriffskrieg, sondern um den Beginn der „Befreiung vom Deep State“. Dass Wolodymyr Selenskyj (seit dem 20. Mai 2019 Präsident der Ukraine) aus einer jüdischen Familie stammt, passt für die Protestierenden in ihr antisemitisches Narrativ.

Andererseits zeigt man sich frustriert über die hohen Teilnehmendenzahlen auf Demonstrationen für den Frieden. Bianca Paffenholz zum Beispiel äußert sich in Sprachnachrichten und Telegram-Posts gefrustet, wenn sie die Zahlen bei „Black Lives Matters“, „Fridays for Future“ oder eben aktuell der Kölner Rosenmontagsdemonstration für Frieden in der Ukraine betrachtet. Sie geht sogar so weit zu behaupten, man befände sich „seit 2020 in Deutschland selber im Krieg“. Das interessiere aber niemanden. Natürlich sei sie für Frieden „auch in unserem Land, weil wir hier auch Krieg haben“. Der Krieg in Deutschland werde aber mit „Biowaffen geführt“ – damit meint sie nichts anderes als Schutzimpfung gegen Corona. (dp)

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